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Volkslauf durch das schöne Alstertal 2008: Panorama auf der Festwiese
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Kolumne vom 28.08.2009: 3. MOPO Team-Staffel: Riesen-Grillparty im Stadtpark, die Tücken der Nettozeitnahme und des eigenen Regelwerks (Update 28.8.)

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Info Kalender1 Veranstaltungen 217 Bild(er)

Update 28.8.: Die Staffel des Hamburger Laufladens wurde nachträglich (28.8., 11:00) zum Sieger erklärt.
217 Fotos, die meisten davon im 5-10 Sekunden Abstand bei km 4,5 aufgenommen - neueste oben -, findet Ihr in der Galerie.

Da ging der Bär ab. 3000 Teilnehmer (=600 5er Teams) hatten sich für die dritte Auflage der MOPO Team- Staffel im Stadtpark (östlicher Teil) gemeldet - einen satten Zuwachs von 70 % gegenüber dem Vorjahr meldete Veranstalter LEO Motion. Ganz offensichtlich geht das Konzept mit Fresspaketen, Würstchenbuden, Picknick und nicht zu anspruchsvoller Laufstrecke auf - die Bandbreite der anwesenden Läufer war enorm, alles war dabei, vom Beinahe- Walker bis zum lokalen Leistungssport. Ein Kunststück, das Eventagenturen nicht immer so recht gelingen will, aber über den gemeinsamen Nenner "Firmenteams", die Veranstalter Leo Motion u.a. mit Firmenzelten gezielt ansprach, funktioniert das zumindest in Hamburg ganz gut. Jedenfalls bei gutem Wetter.
So überfüllt war die Veranstaltung, dass sich in der Hindenburgstraße der Verkehr staute, alle Parkplätze weg waren und nach dem Vorbild des Marathon Hamburg der Start der ersten 600 Läufer auf zwei Blöcke a 300 aufgeteilt werden musste. Der Startschuss um 17:30 galt also nur für den ersten "Block A". Das brachte Entzerrung ins Feld, warf aber, sportlich gesehen, gleich wieder die Fragen auf, die man sich bei jedem Lauf mit "Nettozeitnahme" stellt: wer liegt eigentlich gerade in Führung? Macht es überhaupt Sinn, jemanden zu überholen? Was wäre passiert, wenn ein Team, das für Startblock B eingeteilt war, sich doch in Startblock A aufstellte? Wahrscheinlich gar nichts, denn da der Zeitmesstransponder nicht in den werbewirksamen roten MOPO- Staffelstab integriert war, sondern nur vom Schlussläufer jedes Teams getragen wurde, wäre es überhaupt nicht aufgefallen.
Die allermeisten Teilnehmer interessierte das aber wahrscheinlich ohnehin nicht. Zumal schon rein rechnerisch die große Mehrzahl auf der Wiese picknickte oder irgendwo in der Wechselzone eingepfercht auf ihren Einsatz wartete und nicht an Taktik dachte, sondern ans Durchkommen - am Ende des kleinen Anstiegs bei km 4,5 hatten etliche nicht mehr ganz muntere Teilnehmer auf Gehtempo umgeschaltet, und mehrere Notarztwagen waren im Einsatz. Einige Teilnehmer interessierte es aber doch. Da wurden im Vorfeld möglichst schlagkräftige Staffeln zusammengestellt, Ergebnisse vom Vorjahr gesichtet und Chancen auf Platzierungen ausgerechnet. Letzendlich eben das, was den eigentlichen Sinn einer Laufveranstaltung ausmacht. Und hier, ganz vorne, ging etwas schief. Titelverteidiger- Team Hamburger Laufladen und Laufwerk Hamburg, beide Aspiranten auf einen vordersten Platz und sich nicht unbedingt grün, waren in getrennten Startblöcken platziert. So war beim Zieleinlauf der ersten Staffel - nämlich der des Hamburger Laufladens - in 1:26:36 - noch nicht klar, ob sie damit gewonnen hatten. Das hatten sie nicht, denn Mohammed Chahed, der in 1:31:14 einlaufende Schlussläufer von Laufwerk, war wegen des fünf Minuten späteren Starts in Block B mit "netto" 1:26:14 (und Streckenrekord) 22 Sekunden schneller und Laufwerk damit Sieger. Soweit aber keine Probleme. Die fingen erst an, als das sich als sicherer Favorit wähnende Laufladen- Team nachforschte, wieso Laufwerk schneller gewesen war. Denn man hatte sich ja wegen des getrennten Starts unterwegs nicht gesehen. Laufwerks "Wunderläufer" war schnell gefunden, es ist Jon-Paul Hendriksen aus Neuseeland, der seit April in Hamburg wohnt und hier Trainingsdienstleistungen anbietet. Der war für die Laufwerk- Staffel allerdings gleich zweimal die 5 km Runde gelaufen. Darf nun eine 5er Staffel mit vier Personen antreten, obwohl die Ausschreibung ausdrücklich von Teams mit "fünf" Personen spricht, oder hätte man doch einen - dann halt langsameren - Fünften mit reinnehmen müssen? Normalerweise ist eine Viererstaffel natürlich langsamer, aber ist es "normal", wenn der Doppelstarter ein gut ausgesuchter Spitzenläufer ist? Im Hamburger Betriebssport gibt es seitenlange Regeln, um genau diese Situation von vornherein zu unterbinden. Aber die MOPO-Team Staffel unterliegt nur ihrem eigenen Regelwerk und bei dessen Interpretation auch keinem Dritten.
Man hätte einen fünften reinnehmen müssen, sagte Laufladen; es bleibt wie's ist, sagte Laufwerk dagegen. Der Veranstalter hörte sich beide Seiten an - und saß das Problem aus. Trotz einer Stunde "Vorwarnzeit" informierte man offensichtlich auch nicht den eigenen Bühnenmoderator darüber, dass sich bei der bevorstehenden Siegerehrung ein Problem zusammenbraute. Der Moderator war also völlig überrascht, als er vor Kameras Laufladen als zweite Mannschaft aufrief, diese aber nicht auf die Bühne kommen wollte und lautstark Unmut gegenüber dem als Sieger geehrten Laufwerk bekundete. Immerhin: das fixe Mundwerk des Moderators rettete die angespannte Situation halbwegs. Man könnte ja den ersten Preis teilen und ohnehin ginge es ja nur ums Dabeisein, improvisierte er flugs - und brachte dann doch noch alle zur Ehrung auf der Bühne zusammen.

Update 28.8.: Der Veranstalter teilte heute 11:00 mit, dass der Hamburger Laufladen nachträglich den ersten Platz zugesprochen bekommt. Laufwerk wurde aus der Ergebnisliste genommen. Zur Ergebnisliste.... - 559 Staffeln liefen ins Ziel ein, damit verzeichnet die Veranstaltung auch einen Finisherrekord (559 x 5 = 2795).
Offensichtlich ist die vor der Siegerehrung eingelegte Protestnote nicht einmal zu allen Mitgliedern des Laufwerk-Teams durchgedrungen, Hendriksen (s.o.) kommentierte die Proteste des Hamburger Laufladens in seinem Blog, "They had 1 hour 45 minutes to address their issues, but they choose to act like this really mature."

Kommentar: Regelstreitigkeiten gehören dazu, sobald es beim Sport auch nur um einen Pokal geht oder wenn es, wie hier, schon eine "Vorgeschichte" zwischen den beiden konkurrierenden Laufladen-Mannschaften gibt. Immerhin unterhaltsamer, als wenn der Konflikt, wie anderswo im Geschäft gang und gebe, über Abmahnanwälte ausgetragen wird.



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